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Die nukleare Pflugschar - US-Atomtests trotz Moratorium
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1958, mitten im Kalten Krieg, verabredeten die USA ein Moratorium für Atomtests. Doch am 15. Mai 1960 schickte Präsident Eisenhower seinen obersten Atomwaffenentwickler Herbert York nach Argentinien. Es ging um den Test einer Geheimwaffe im Rahmen der Operation Plowshare, Pflugschar. Atombomben sollten auch für zivile Zwecke benutzt werden, z.B. beim Ausheben von Hafenbecken und dem Kanalbau.
Sendung Deutschlandfunk am 2.9. 2011. download
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| Serie des WDR 5 über
den Sinn und Unsinn von Geheimdiensten |
Friedrich der Große glaubte, dass ein Geheimdienst den „sittlichen
Charakter des Volkes verderben müsse“ und wollte „kein
größeres Übel an die Stelle des Kleineren setzen“.
Spätestens das Ende des Kaltes Krieges bewies, dass die „Dienste“
ihre Aufgabe nicht erfüllen, von Skandalen heimgesucht werden und
eine Verschleuderung von Steuergeldern darstellen. Trotzdem werden sie
aufgerüstet, in Deutschland wie im Ausland.
Bürgerrechtler schlagen Alarm: Die Geheimdienste wollen alle Bürger,
unter dem Deckmantel der Sicherheit, als Verdächtige katalogisieren,
überwachen, kontrollieren und vielleicht sogar terrorisieren. Die
sechsteilige Serie des WDR5, ausgestrahlt ab dem 28. September 2008
jeden Sonntag, geht der Frage nach, ob die Dienste am Ende nicht doch
nur das politische Klima vergiften und eine Konfliktlösung erschweren?
Gaby Weber berichtet über den Verfassungsschutz und den Bundesnachrichtendienst,
über das verflossene Ministerium für Staatssicherheit und
über die CIA. Karla Engelhard hat in Moskau zum früheren KGB,
dem heutigen FSB, recherchiert. Und am Ende der Serie fragt Gaby Weber
nach der Zukunft der Geheimdienste. |
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| Mossad |
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Anton Kuenzle
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Am 6. März 1965 wurde im
uruguayischen Badeort Shangrilá die Leiche aufgefunden. Der
Tote wurde als der aus Lettland stammende Pilot Herbert Cukurs identifiziert
und soll, so hieß es in einem Bekennerschreiben, während
der deutschen Besatzung Lettlands für den Tod von 30.000 Juden
verantwortlich gewesen sei. Die Polizei ermittelte, dass ein Anton
Künzle zu der Mordtruppe gehört hatte. Aber Interpol verweigerte
mit dem Hinweis auf den „politischen Charakter der Straftat“
die Mitarbeit, die Akten wurden geschlossen.
Später behauptete der Chef des Mossad, Isser Harel, dass der
Cukurs-Mord die letzte Aktion des Geheimdienstes in Sachen Naziverbrecher
in Südamerika gewesen sei. Und 1997 meldete sich aus Israel „Anton
Künzle“ zu Wort, mit seinem Buch „Der Tod des Henkers
von Riga“. Sein Co-Autor war Gad Shimron, ein langjähriger
Agent des Mossad. Künzle behauptet, Cukurs hingerichtet zu haben,
um die Debatte des Bundestag über die Verjährungsfristen
der Naziverbrechen zu beeinflussen.
Meine Recherche kommt zu dem Ergebnis, dass der Cukurs-Mord ein klassisches
Beispiel für Desinformation eines Geheimdienstes und einer unkritischen
Öffentlichkeit ist...
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| José
Rodriguez |
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José Rodriguez
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Argentinische Gewerkschaften erinnern eher an die italienische Mafia
als an eine Interessenvertretung der Arbeiterklasse. Sie gelten
als korrupt, skrupellos und gewalttätig. “Los gordos”,
die Fettklöße, nennt sie der Volksmund. Der klassische
Vertreter dieser Spezie ist José Rodríguez, der ewige
Generalsekretär der Automobilgewerkschaft SMATA und 25 Jahre
lang Vizepräsident des Internationalen Metallarbeiterbundes
IMB. Viele Jahre hielt ihm dort die IG Metall die Stange, doch am
Ende konnte auch sie seine Suspendierung im IMB nicht verhindern.
Ein einmaliger Vorgang...
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Deutsche Raketen in der Pampa |
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Nach dem Zweiten Weltkrieg
waren sie arbeitslos geworden, die Experten für Waffentechniken
aller Art. Sie, die sie im militärisch-industriellen Komplex
Hitlers treue Dienste geleistet hatten: in der Versuchsanstalt Peenemünde,
wo die „Wunderwaffe“ V2 entwickelt worden war, in den
Flugzeugfabriken und in den Raketen- und Sprengstoff-Forschungszentren.
Die Siegermächte rissen sich um sie. Sie waren die Träger
des strategischen Wissens um die modernen Techniken aber auch die
Träger der Patente. Bei der Jagd auf sie ging es also nicht
nur um künftigen Ruhm bei der Weltraumerforschung sondern auch
um handfeste wirtschaftliche Interessen...
Fläche "El Pulqui"
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Die geraubten Babys von Mercedes Benz |
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Juan Ronaldo Tasselkraut
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Etwa 500 Babies wurden während der argentinischen Militärdiktatur
in den Folterzentren geboren und betuchten Personen übergeben,
schätzen die „Großmütter vom Maiplatz“.
Gefunden wurden bisher weniger als 90.
Es gab damals „Wartelisten“, in die sich Adoptionswillige
eintragen konnten, um in den Besitz eines in Campo de Mayo zur Welt
gekommenen Babies zu gelangen. Und wo es eine Nachfrage gibt, muß
das Angebot sicher gestellt sein.
Die Armee richtete in der Kaserne Campo de Mayo eine geheime Wöchnerinnen-Station
ein, die Brutkästen lieferte Mercedes Benz Argentina (MBA), so
der ehemalige Justiziar des Unternehmens, unter Eid. Eine Spende oder
eine Investitition?
Tatsache ist, dass der Sicherheitschef von Mercedes Benz sich die
Tochter einer Verschwundenen angeeignet und als seine eigene aufgezogen
hat. In der Familie des Ex-Produktionschefs Juan Ronaldo Tasselkraut
sind drei Kinder, inzwischen erwachsene Männer, die wahrscheinlich
aus den Folterzentren stammen. Die Justiz ermittelt zu einem fünften
Fall...
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| Eichmann |
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Adolf Eichmann |
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15. Dezember 1961. Ein israelisches Gericht verurteilt Adolf Eichmann,
der die Deportation Hunderttausender in die NS-Vernichtungslager organisiert
hatte, aufgrund seiner Verbrechen gegen das jüdische Volk und
die Menschheit zum Tod. Dies ist die unleugbare geschichtliche Wahrheit.
Drei Mossad Agenten, unter ihnen der Chef des Geheimdienstes Isser
Harel, hatten in ihren Memoiren detailliert beschrieben, wie sie den
Kriegsverbrecher aus Argentinien entführt haben wollen, um Gerechtigkeit
herzustellen. Filme und Bücher sind auf dieser Mossad-Version
entstanden.
Aber sie kann nicht stimmen, und viele der Behauptungen der Mossad-Agenten
sind frei erfunden. Wer die Wahrheit weiss, ist Shimon Peres. Er verschweigt
sie bis heute seinem eigenen Volk und der Weltöffentlichkeit...
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