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| Klage gegen das Bundesarchiv wegen Untätigkeit sowie Strafanzeigen gegen die Deutsche Bank und die Konrad Adenauer - Stiftung wegen Hehlerei |
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Es gibt verschiedene Möglichkeiten, Herrschaftswissen zu sichern und Öffentlichkeit zu verhindern. Eine ist, dieses Wissen bei Geheimdiensten zu lagern und einen Zugang gesetzlich zu verhindern oder zu erschweren. Doch das von mir erstrittene Urteil des Bundesverwaltungsgerichts in Sachen "BND-Akten zu Eichmann" hat einen Weg geöffnet, an dieses Material heranzukommen. Es bleibt der Weg der "Privatisierung" von staatlichem Wissen. So nehmen Politiker ihre dienstlichen Unterlagen nach dem Ausscheiden aus dem Amt gerne mit nach Hause, und nach ihrem Tod landen sie bei privaten Stiftungen, die nach ihrem Gutdünken entscheiden, was sie an wen und unter welchen Bedingungen herausgeben. Hier gelten nicht das Bundesarchivgesetz und das Informationsfreiheitsgesetz (IFG), hier herrschen private, politische Interessen.
Die kompletten Unterlagen von Hans Globke befinden sich nicht im Bundesarchiv, wo sie eigentlich hingehören, denn Globke nicht nur Kommentator der Nürnberger Rassengesetze, sondern auch Ministerialdirigent Hitlers und später allmächtiger Staatssekretär von Konrad Adenauer im Bundeskanzleramt. Nach seinem Tod schenkte seine Tochter dieses Material der Adenauer-Stiftung in St. Augustin. Die Tochter will weiter mitbestimmen, wer diese Papiere einsehen darf - ich jedenfalls nicht. Aber Globkes Rolle bei der Zahlung von 630 Millionen DM, vorbei am deutschen Parlament und am Finanzministerium, für ein "Entwicklungsprojekt in der Negev-Wüste" (das israelische Atomkraftwerk Dimona) ist wichtig. Erst nach massivem Drängen legte mir die Stiftung einen Teil vor und hält den Rest weiterhin geheim.
Die Unterlagen von Hermann Josef Abs, einem der treusten Wirtschaftsführer Hitlers, liegen beim Historischen Institut der Deutschen Bank. Abs verhandelte 1952 im Auftrag der Bundesregierung das sog. Wiedergutmachungsabkommen und, acht Jahre später, die 630-Millionen-Zahlung an Israel. Die Bank will mir davon kein einziges Blatt vorlegen.
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There are several ways to maintain power and secrecy and to obstruct transparency and public space. One is storing the documents in the dark basements of the intelligence agencies and issuing laws and executive orders prohibiting the access for “security reasons”. But in Germany, I opened with the decision of the Federal Administrative Court in the case of "BND files re Eichmann" a new approach to such secret files. So, there is still another way for hiding information: the "privatization" of public documents. Many public employees, including ministers, take their official documents with them after leaving office, and after their death, the heirs donate these papers to private foundations. With their donation, they often choose to be consulted if somebody wants to see the papers. These private institutions do not respect the Federal Archives Act and the Freedom of Information Act.
For example, the papers of Hans Globke are not in the Federal Archive, where they belong legally. Globke was not only commentator of the Nuremberg racial laws, but also a high ranking officer in Hitler's Reich Ministry of the Interior and later all-powerful secretary of Konrad Adenauer. Globke took many official documents with him, and after his death, his daughter gave this material to the Adenauer Foundation in St. Augustin. The daughter wants to maintain control and decide who can view these documents. I wanted to see them, when I was investigating Globke´s role in the payment of 630 million marks, passing the German Parliament and the Ministry of Finance, for a "development project in the Negev Desert (Israel's Dimona nuclear plant). Only after massive pressure, I was shown something, and the rest was remained secret.
I was also interested in the records of Hermann Josef Abs, one of the most loyal business leaders of Hitler, negotiating for the Federal Government in 1952 the so-called compensation agreements and, eight years later, the 630-million payment with Israel. These documents are at the Historical Institute of the Deutsche Bank. But my request to see them was denied.
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Hay varias maneras de mantener el secreto para informaciones consideradas importante para el ejercicio del poder y evitar el acceso público. En Argentina, es muy fácil: no existe una ley del acceso a la información pública y los gobiernos la consideran su propiedad privada. Otros países como Alemania, la almacenan en el sótano de una agencia de inteligencia y dictan leyes para limitar el acceso. Pero después de la sentencia del Tribunal Administrativo Federal en el caso de los "archivos BND re Eichmann", yo podía abrir un camino para llegar a este tipo de material. Así que todavía queda el camino de la "privatización" de los documentos del Estado. Muchos políticos, cuando dejan el cargo, llevan a su casa los documentos oficiales, y después de su muerte, terminan con las fundaciones privadas que decidan lo que quieran, lo que dan a quién y bajo qué condiciones. Ahí, la Ley Federal de los Archivos y la ley para el acceso a la información pública no rigen.
Busqué la documentación completa de Hans Globke que pertenece legalmente al Estado y que tendría que estar en el Bundesachiv en Coblenza y Berlín. Globke era comentarista de las leyes raciales de Nuremberg y alto dirigente en el Ministerio del Interior de Hitler. Además, era después de la guerra el todopoderoso secretario de estado de Konrad Adenauer. Muchos de los documentos oficiales se llevó con él, y después de su muerte, su hija donó este material a la Fundación Adenauer en St. Augustin. Y es la hija que quiere decidir quién puede ver estos documentos. Yo quería ver consultar estos papeles sobre el pago de 630 millones de marcos, sin el conocimiento del Parlamento alemán y el Ministerio de Hacienda, para un proyecto de desarrollo "en el desierto de Neguev (planta nuclear de Dimona de Israel). Sólo después de una presión masiva me mostraron algunos papeles y el resto permanece en secreto. Al menos para mí.
Yo también estaba interesado en los registros de Hermann Josef Abs, uno de los líderes empresariales más leal de Hitler, encargado por el Gobierno Federal en 1952 de negociar los acuerdos de compensación y ocho años más tarde, el pago de 630 millones para Israel. Estos documentos están en el Instituto Histórico del Deutsche Bank. Pero no me dieron ni una hoja. |
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Ich habe das Bundesarchiv aufgefordert, mir die Unterlagen zur "Aktion Geschäftsfreund" (der Zahlung der 630 Mio. DM an Israel) sowie die amtlichen Dokumente von Globke und Abs zur Verfügung zu stellen - darin besteht der Auftrag des Bundesarchivs. Man teilte mir mit, dass man ebenfalls sehr besorgt über diese "Privatisierung" sei, aber nichts machen könne. Mehrmals habe man die Stiftungen zur Übergabe aufgefordert, aber sie kommen dem einfach nicht nach. Der Bundesbeauftragte für Kultur und Medien versprach mit aber "andere Lösungsmöglichkeiten". Auf die warte ich heute noch. Download
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Ich habe Strafanzeige gegen die Deutsche Bank und die Konrad-Adenauer-Stiftung wegen Hehlerei und Unterschlagung erstattet. Die Staatsanwaltschaften in Frankfurt und Bonn weigerten sich, die Ermittlungen aufzunehmen. Download
documentDaraufhin reichte Rechtsanwalt Raphael Thomas Klage gegen das Bundesarchiv wegen Untätigkeit ein. Download
Klage
Laut Gesetz muss ein öffentliches Archiv alle Benutzer gleich behandeln und darf nicht politisch „genehmere“ Medien oder Journalisten bevorzugen. Ein Journalist, auf dessen Antrag eine Akte freigegeben wurde, hat naturgemäß einen Vorteil, da ihm als Erstem mitgeteilt wird, wann die Akte im Bundesarchiv zur Einsicht vorliegt.
Mein Antrag auf Akteneinsicht zum „Geschäftsfreund“ ist von 2010. Allerdings ist mein Antrag „aus ungeklärten Umständen“ - so das Bundesarchiv - verschwunden. Es stellte keinen Antrag auf Deklassifizierung. Erst nach meiner Sendung im Deutschlandfunk – am 4. März 2011 - kam Bewegung in die Sache, da zehn Tage später ein Redakteur vom „Spiegel“ diese Akten sehen wollte - für das Bundesarchiv "nahezu zeitgleich". Erst dann wurde das Bundesachiv aktiv und stellte beim BND und im Kanzleramt einen Antrag auf Freigabe. Allerdings nicht für mich sondern für den „Spiegel“. Dies geht aus einem Brief vom 30. September 2011 hervor, den die vom Bundesarchiv beauftragte Anwaltskanzlei Redeker, Sellner und Dahs an das Verwaltungsgericht in Koblenz schrieb: "Deklassifizierungsanträge hat die Beklagte bei den o.g. Stellen am 14.3.2011 für den Benutzer Dr. Klaus Wiegrefe vom Wochenmagazin „Der Spiegel“ gestellt. Anlage B 4. (...) Dass dies vorliegend der Name des Redakteurs des „Spiegel“ ist, liegt darin begründet, dass der Redakteur nahezu zeitgleich mit der Klägerin Akteneinsicht zum Thema „Operation Geschäftsfreund“ gestellt hat.“ Fazit: Der Spiegelredakteur und nicht ich wird als erster von der Freigabe informiert und erhält damit die Möglichkeit, als Erster den Akteninhalt zu deuten. Kein Download
Diesen Schriftsatz hatte ich an dieser Stelle dokumentieren wollen, damit sich die Öffentlichkeit anhand der Dokumente ein umfassendes Bild machen kann. Doch dann forderte mich die Kanzlei Redeker auf, diesen Schriftsatz von meiner homepage zu entfernen, da dies eine "Verletzung des allgemeinen Persönlichkeitsrechts dar(stellt). Hierzu gehört auch die Befugnis des Verfassers, darüber zu entscheiden, ob und in welcher Form eine sprachliche Gedankenfestlegung seiner Person der Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden soll. (...) Ein legitimes Veröffentlichungsinteresse Ihrer Mandantin ist nicht ersichtlich". Die Kanzlei drohte die "gerichtliche Geltendmachung von Unterlassungs- und Schadensersatzansprüchen" an.
Nun hätte mein Anwalt gerne meine "legitimen Veröffentlichungsinteressen" vor Gericht durchgesetzt - es geht schließlich in dem Verfahren um nicht anderes als um die demokratische Herstellung von Öffentlichkeit. Dass dies die Redeker-Kanzlei (die auch den Bundespräsidenten Wulff vertritt) verneint, verwundert wenig. Außerdem geht es um einen dem Gericht vorgelegten Schriftsatz, nicht um Geplapper auf einer Mailbox. Aber so leid es mir tut, die "sprachliche Gedankenfestlegung" der Redeker-Kanzlei nicht einem größerem Publikum darlegen zu können - ich habe mich gegen einen weiteren Prozess entschieden. Ich klage auf Aktenfreigabe gegen den Bundesnachrichtendienst und das Bundesarchiv, bin Nebenklägerin wegen des systematischen Raubes von Babys während der argentinischen Militärdiktatur und berate mit US-Anwälten und Bürgerrechtsorganisationen, wie ich das Pentagon und die CIA zur Deklassifizierung ihrer Akten über heimliche Atomsprengungen u.a. bewegen kann. Und ich streite mich mit dem Mossad und der Daimler AG. Diese Anstrengungen lohnen sich - ein Rechtsstreit mit diesen Advokaten nicht.
Im Februar 2012 sprach das Verwaltungsgericht Koblenz sein Urteil - kein Bekenntnis zu neuen Ufern der Demokratie sondern eher der Hinweis, dass man einen Staat wie eine Burschenschaft führen könne. Ein Anspruch auf Nutzung dieser Unterlagen wurde versagt, da „das Bundesarchiv nicht über einen rechtlich durchsetzbaren Herausgabeanspruch gegen die Besitzer dieser Unterlagen verfügt. Diese Bestimmung fehle im Bundesarchivgesetz. Im Gegensatz zu Behörden seien die privaten Stiftungen und die Deutsche Bank nicht verpflichtet, ihre Unterlagen dem Bundesarchiv anzubieten. Dass hoheitliches Schriftgut unrechtmäßig in ihren Privatbesitz gelangt war, störte die Richter nicht. Das Prinzip der Aktenöffentlichkeit sei erst vom Informationsfreiheitsgesetz eingeführt worden, also kein Grundrecht. Die Berufung wurde zugelassen, das Verfahren läuft. Download
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I asked the Federal Archive, to get these official files and to submit them to the public. We regret this "privatization", the Bundesarchiv wrote me, “we have asked the foundations and institutions on several occasions to give us the documents”, but unfortunately without success. The Federal Commissioner for Culture and Media promised me another "solution". But I am still waiting.
I have also filed criminal charges against the Deutsche Bank and the Konrad Adenauer Foundation for hiding stolen property. The prosecutors in Frankfurt and Bonn refused to open the investigations. Download
documentTherefore my lawyer Raphael Thomas filed suit against the Federal Archives to force them to do their job.
According to the law, a public archive must treat all users equally and is not allowed to discriminate or resort to preferential treatment for any particular media or journalist, for political reasons. A journalist who requests the release of a special file naturally has an advantage, because he will be informed first when the file becomes available for review.
I asked the Federal Archives in Koblenz for access to the records of operation “business friend” in 2010. However, my request disappeared under "unknown circumstances" - according to the lawyers of the Federal Archives. My request was not processed and the Archives therefore did not ask BND or the Chancellor´s Office for declassification of the requested material for me. Only my radio program on German National Radio about "Operation business friend" - on 4 March 2011 - brought some movement into the matter, because ten days later an editor of "Der Spiegel" magazine asked for the same files. Now the Archives began to work and formally asked BND and the Chancellor's Office for release. However, not for me but for "Der Spiegel", which will be informed first of the release. So, thanks to this maneuver, the Archives choose the media who will get the first opportunity to review and to interpret the file contents.
In February 2012 the Administrative Court of Koblenz published the trial - not a commitment to new rules of democracy but rather a message that one can lead a country like a corporation. The right to have the access to these documents was denied because "the Federal Archives does not have a legally enforceable right to restitution". This legal instrument is not written in the Federal Archives Act. In contrast to government agencies, private foundations and the German Bank have no obligation to provide their documents to the Federal Archives. The fact that these records once had arrived illegally to the Adenauer-Foundation and the Bank, did not disturb the judge. The principle of public records was first introduced by the German Freedom of Information Act in 2005 so that is not a fundamental right, in the opinion of the judge. The appeal was allowed, the process is running. Download
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Le pedí al Archivo Federal, tener acceso a estos documentos oficiales. Me contestaron que “lamentamos esta privatización", y le han pedido a las fundaciones e instituciones de entregar estos papeles. Pero por desgracia sin éxito. El Comisionado Federal para la Cultura y los Medios de Comunicación quería darme otras "soluciones". Eso no sucedió.
También he presentado cargos criminales contra el Banco Alemán y la Fundación Konrad Adenauer por el robo de propiedad del estado robada. Los fiscales de Frankfurt y Bonn se negaron a reabrir las investigaciones. Download
documentPor lo tanto, el abogado Rafael Thomas presentó una demanda en contra de los Archivos Federales debido a la falta de acción.
Un principio consagrado en todas las Constituciones desde la Revolución Francesa hasta nuestra época es que todos somos iguales ante la ley. Alemania no es la excepción. Sin embargo, cuando pedí el expediente, el Archivo de Federal de Koblenz desconoció esta máxima del Derecho constitucional. En el año 2010 solicité a este Archivo el acceso a los expedientes que forman parte de la “operación amigo de negocio”. Mi solicitud despareció en circunstancias desconocidas.
Sólo después de mi programa de radio emitido por la radio en Alemania el 4 de marzo de 2011, parece que la causa empezó a tener movimiento. En efecto diez días más tarde un editor de la revista Spiegel solicitó el mismo material. Ante este pedido el Archivo Federal de Koblenz pidió rápidamente la desclasificación al BND (servicio de inteligencia) y a la Presidencia. Ahora resulta que un medio conservador como el Spiegel va a ser informado antes que esta periodista y podrá de esta manera interpretar primero el contenido de esos papeles. Para el Archivo Federal que perdió mi pedido, se cumple ese refrán popular que todos somos iguales ante la ley, pero hay algunos más iguales que otros. Así el gobierno elige como se escribe la historia.
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| En febrero de 2012, el Tribunal Administrativo de Coblenza, emitió la sentencia - no fue una llamada para nuevas reglas de democracia sino una opinión que uno puede conducir un país como una empresa. Los jueces negaron el derecho para el acceso a estos documentos. "El Archivo Federal no tiene facultades legales de buscar estos expedientes”. Esta disposición no existe en la Ley Federal para la Administración del Archivo. Dicen que en contraste con las agencias gubernamentales, fundaciones privadas y la banca alemana no tienen ninguna obligación de proporcionar sus documentos al Archivo Federal. El hecho que estos documentos llegaron ilegalmente a la fundación y al Banco ni lo mencionan. El principio del acceso a la información pública se introdujo por primera vez por la Ley de Libertad de Información en 2005, y, según los jueces, no es un derecho fundamental. Se permitió la apelación, el proceso sigue. Download |

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